Entwicklung der Marke Schöll

Entwicklung der Marke Schöll anhand verschiedener Werbemittel

 Bis zur möglichkeit Bier und andere Nahrungsmittel zu kühlen war es schlicht nicht nötig Werbung zu machen. Wer in Nürtingen wohnte trank das heimische Bier, anderes gab es nicht. In großen Städten wie München, Nürnberg, Berlin oder auch Stuttgart gab es viel innerstädtische Konkurenz, daher findet sich hier Werbung bereits viel Früher auf Trinkgefäßen und Schildern.
In Nürtingen begann etwa ab 1900 die Zeit der Werbung. Anfangs warb die Brauerei Schöll ganz schlicht auf Bierkrügen. Logos verwendete man kaum.


(ab der Jahrhundertwende verwendete man in Nürtingen geritzte Bierkrüge (Eichmaß vorne/großes L)



  
Etwa ab 1910 gab es Bierkrüge mit erhabener, aufgelegter Schrift, diese ist immer Blau. Das Eichmaß wandert nun von Vorne in die nähe des Griffes.


Erste Markenidee (ca. 1920–1930)

„Ähren als Ursprung der Marke“

Das erste Logo der Brauerei H.Schöll waren stilisierte Ähren. Diese wurden auf Schildern, Gläsern und Krüges aufgebracht.


    
(Entwürfe aus dem nachlass der Brauerei wahrscheinlich für Plakate oder Werbeschilder angedacht)

Merkmale:

  • Ährenmotiv als zentrales Symbol
  • Strahlenhintergrund (Werbewirkung)
  • Mischung aus traditioneller und moderner Schrift

Bedeutung:
➡️ Erste bewusste Markenbildung der Brauerei
➡️ Fokus auf Rohstoffe (Gerste) und Qualität

Interpretation: Vermutlich Entwürfe für Plakate oder Emailschilder


 
Bierkrüge mit dem ersten Logo der Brauerei
   

(Pappschild aus den 20er Jahren)


Links: Bierglas 6/20L      Rechts:Eines der sehr seltenen Emailschilder der Brauerei

Neues Logo: Kirche Nürtingen (ab ca. 1938)

„Ortsidentität ersetzt Naturmotiv“


   
 

  • frühe Bierkrüge mit Kirchenlogo (großes „L“)
  • noch mit dem Slogan Bürgerbräu

Merkmale:

  • stilisierte Stadtsilhouette
  • kompakteres Logo
  • weniger dekorativ, stärker symbolisch

Bedeutung:
➡️ Wechsel von „Produkt“ (Ähre) zu „Herkunft“ (Nürtingen)
➡️ stärkere regionale Identität

 

 

Nachkriegszeit (ca. 1950–1965)

„Funktionale Markenführung“

Das Logo wird Eckiger, ist es anfangs noch von dem Schriftzug "nürtinger Bürgerbräu" begleitet fällt der ab Mitte der 50er zunehmend weg.


  


Material:

  • Gläser, Krüge, einfache Logos

Merkmale:

  • reduzierte Gestaltung
  • klare, gut lesbare Schrift
  • weniger Details

Bedeutung:
➡️ Fokus auf Gastronomie und Massenproduktion
➡️ Marke muss schnell erkennbar sein


Ab den 1970ern:

Wird das Logo wieder runder und verspielter. Die Anzahl verschiedener Gläser wird zu einem Markenzeichen der Brauerei Schöll. 1992 Endet das Kapitel der Brauerei.




















 



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